Kategorie: Kopf & Kreativität

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Warum KI mich als Branddesignerin nicht ersetzen wird

KI kann heute Logos erstellen, Texte schreiben, Bilder generieren und innerhalb weniger Sekunden komplette Designvorschläge ausspucken. Da liegt die Frage natürlich nahe: Brauche ich überhaupt noch eine Designerin, wenn ich das alles selbst mit KI machen kann?

Meine Antwort darauf ist ziemlich eindeutig: Ja. 😉

Nicht, weil ich KI grundsätzlich ablehne. Ganz im Gegenteil. Auch in meinem Arbeitsalltag ist sie mittlerweile angekommen und unterstützt mich bei vielen Aufgaben. Sie hilft mir bei Recherchen, beim Strukturieren von Ideen, bei Texten oder dabei, unterschiedliche Ansätze schneller durchzudenken.

Aber genau das ist für mich der entscheidende Punkt:

KI ist eines von vielen Werkzeugen. Und nicht die Designerin selbst. 

Schön allein reicht für eine Marke nicht

Ein Logo kann auf den ersten Blick richtig gut aussehen und trotzdem überhaupt nicht zum Unternehmen passen.

Denn bevor ich mit einem Branding beginne, möchte ich wissen: Wer steckt dahinter? Was macht das Unternehmen besonders? Welche Menschen sollen angesprochen werden? Wie soll die Marke wirken? Und wo soll sie in ein paar Jahren stehen?

Aus diesen Informationen entsteht eine individuelle visuelle Sprache – mit Farben, Schriften, Formen, Bildern und einem Design, das nicht einfach nur einem aktuellen Trend folgt.

Und genau hier sehe ich momentan auch eine der größten Herausforderungen bei KI-generiertem Design: Vieles sieht verdammt ähnlich aus.

Bestimmte Bildwelten, dieselben Stilrichtungen, ähnliche Logos, ähnliche Texte. Auf den ersten Blick schön – auf den zweiten oft ziemlich austauschbar.

Aber eine Marke sollte nicht aussehen wie zehn andere Unternehmen.

Sie sollte nach dir aussehen.

Was sich durch KI für mich trotzdem verändert

Natürlich verändert KI auch meinen Beruf. Und das finde ich gar nicht schlimm.

Wenn mir ein Tool Routinearbeiten abnimmt oder einen Prozess beschleunigt, bleibt mir mehr Zeit für genau die Dinge, für die meine Kund:innen mich eigentlich buchen: Ideen entwickeln, Zusammenhänge verstehen, beraten, gestalten und Entscheidungen treffen.

Ich sehe KI deshalb nicht als Konkurrenz, sondern als Unterstützung.

Am Ende sitzt bei mir aber immer noch ein Mensch vor dem Bildschirm, der entscheidet, was Sinn macht – und was eben nicht.

Und vielleicht ist genau das in Zukunft sogar noch wichtiger.

Du musst nicht selbst zum KI-Profi werden

Natürlich kannst du heute versuchen, dein Logo mit KI zu erstellen, deine Website selbst zusammenzubauen, Texte generieren zu lassen und anschließend noch ein paar Social-Media-Vorlagen daraus zu machen.

Die Frage ist nur: Willst du das wirklich?

Denn nur weil etwas technisch möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass du deine Zeit damit verbringen musst bzw. ob diese Werbemitteln auch wirklich zu deiner Marke / deinem Unternehmen passen.

Du kennst dein Unternehmen. Ich kenne mein Handwerk.

KI darf uns dabei helfen, deine Marke zu verstehen und zu entwickeln – die wirkliche Gestaltungsarbeit übernehme aber trotzdem noch immer ich als Designerin.

Keine Lust auf KI-Einheitsbrei?
Dann gibt’s bei mir Design mit Hirn, Herz und einem echten Menschen dahinter.

Meine Reise in die Selbstständigkeit

Vom Buntstift zur Branding-Strategie:
mein Weg als Designerin

Manche Dinge sind einfach da. So wie meine Liebe zu Farben, Formen, Papier und Wörtern. Schon als Kind war ich die mit dem Bastelkoffer. Während andere ihre Mathe-Hausübung machten, gestaltete ich Einladungskarten – für niemanden. Einfach so. Nur für mich.

Ich habe irrsinnig viel gelesen, Texte geschrieben, Emotionen in Gedichte gepackt. Und ganz ehrlich: Damals wusste ich nicht, dass das „Gestalten“ einmal mein Beruf werden würde. Ich wusste nur: Ich will mit Ideen arbeiten. Ich will Schönes erschaffen. Und ich will, dass Menschen damit etwas fühlen.

Kreativität als Familienerbe?

Wenn ich heute in meine Kindheit zurückblicke, war mein Weg in die Kreativbranche fast vorhersehbar – zumindest für mein Umfeld.
Ich habe mit meinem Opa kleine Geschichten geschrieben und sie illustriert. Mit meiner Oma Seidentücher bemalt, die sie voller Stolz getragen hat. Und meine Mama, selbst bildnerische Erzieherin, hat mir gezeigt, wie vielseitig Kreativität sein kann.
Auch meine Leidenschaft fürs Kochen kommt nicht von ungefähr – gestalten kann man nicht nur mit Farben und Typografie, sondern auch mit Gewürzen und Texturen – ein Erlebnis für alle Sinne.

Der Weg dorthin war alles – nur nicht gerade

Wie viele kreative Wege war auch meiner nicht linear sondern mehr eine Reise. Ich habe gelernt, ausprobiert, hinterfragt, verworfen und neu begonnen. Ich war nie „nur die Grafikerin“. Ich war Konzepterin, Webentwicklerin, Texterin, Projektmanagerin – in Agenturen, Unternehmen, Organisationen. Und irgendwann war ich Gründerin.

2016 habe ich mein eigenes Design Studio gegründet. Mit einem Laptop, viel Mut und einem Kopf voller Ideen. Heute – viele Logos, Websites, Branding-Konzepte und Printprojekte später – arbeite ich in meinem Studio mit Feingefühl für Marken, Gespür für Menschen und mit noch viel mehr Herzblut.

Was mich antreibt

Ich liebe Klarheit. Und Charakter.
Ich glaube, Design darf nicht nur schön sein – es muss wirken.
Es soll erzählen, fühlen lassen, verbinden.
Deshalb entwickle ich heute für meine Kund:innen nicht nur Grafik, sondern Markenauftritte mit Haltung, Tiefe und Persönlichkeit – ehrlich, durchdacht und mit Liebe zum Detail.

Was geblieben ist: Die Leidenschaft

Ja, heute arbeite ich strategisch, digital, professionell.
Aber mein Herz schlägt noch immer höher, wenn ich den perfekten Schriftzug finde.
Wenn Farben eine Geschichte erzählen.
Wenn ein Projekt nicht nur gut aussieht – sondern stimmig ist.

Und genau deshalb mache ich diesen Job …
… weil ich mit dem, was ich tue, andere sichtbar machen darf.
… weil ich gestalten kann, was vorher nur ein Gefühl war.
… weil ich mit Design kleine Unternehmen stärken & Ideen zum Leben erwecken darf.
… weil ich meine Zeit so einteile, wie es für meine Familie & meine Kund:innen passt.
… weil ich zeigen möchte, dass Arbeit auch leicht & erfüllend sein darf.
… weil ich durch Gestaltung das Gefühl habe, ich selbst zu sein – ohne Kompromisse.
… weil ich meinen Jungs vorleben möchte, dass es wichtig ist, an seinen Träumen festzuhalten, an sich selbst zu glauben & Schritt für Schritt seine Träume wahr werden lassen kann.

Und vielleicht genau deshalb, fühlt es sich für mich nie wie Arbeit an.

Ein Blick nach vorn

Stillstand war nie mein Ding. Und auch wenn mein Herz im Grafikdesign verwurzelt ist, spüre ich: Es darf noch mehr entstehen.

In Zukunft wird mein Studio noch breiter aufgestellt sein – mit klaren Schwerpunkten in den Bereichen Branding, Webdesign, SEO und Social Media Management. Denn Sichtbarkeit endet nicht beim Design – sie beginnt damit.

Auch dieser Blog soll wachsen. Mit Beiträgen, die informieren, inspirieren und ehrlich erzählen. Über mein Leben als Kreativschaffende. Als Mama. Als Unternehmerin. Über echte Erfahrungen, kleine Learnings und große Entwicklungsschritte.

Und weil mir Austausch & Vernetzung wichtig sind, bin ich weiterhin mit Freude aktiv in der Wirtschaftskammer, bei Frau in der Wirtschaft und der Jungen Wirtschaft Leoben.
Weil ich glaube: Gemeinsam können wir mehr bewegen – für die Region, für Unternehmer:innen, für Frauen, die mutig ihren Weg gehen.

Zum Schluss …

Was einst mit Bastelschere und Farbkasten begann, ist heute ein Design Studio mit Haltung – und eine Unternehmerin, die noch lange nicht fertig ist mit dem Gestalten.

Und wenn du jetzt bis hierher gelesen hast: DANKE!
Ich neige ja dazu, Geschichten nicht nur zu gestalten, sondern auch ausführlich zu erzählen. Schön, dass du dabei warst. Vielleicht sehen oder lesen wir uns bald wieder.

Kreative Grüße
JuNe

kreative Ideen, die auffallen. Markenauftritte, die bleiben.